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Mehr Tempo beim Breitbandausbau - das neue „Graue-Flecken-Förderprogramm“

Am 26.04.2021 wurde die Neuauflage des Bundesförderprogramm Breitbandausbau veröffentlicht. Neu ist, dass ab jetzt alle Anschlüsse, denen im Download weniger als 100 Mbit/s zuverlässig zur Verfügung stehen, förderfähig sind. Außerdem sind alle sozioökonomischen Schwerpunkte eines Fördergebietes unter erleichterten Bedingungen förderfähig. Die bisherige Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s wurde auf 100 Mbit/s erhöht. Mit der neuen Bundesförderung Breitband verändert sich die so genannte Aufgreifschwelle. Künftig kann eine Förderung für solche Gebiete innerhalb einer Kommune beantragt werden, wenn den Teilnehmern weniger als 100 Mbit/s im Download (Aufgreifschwelle) zur Verfügung stehen. Erstmals qualifizieren sich damit auch dichter besiedelte Gebiete für den geförderten Glasfaserausbau.

Die maximale Fördersumme pro Projekt wurde mit dem neuen Bundesförderprogramm Breitband von 30 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro (Bundesanteil) erhöht. Auch die maximale Fördersumme für Beratungsleistungen, die vor dem eigentlichen Ausbauprojekt stattfinden ist erhöht worden. Landkreise können hierfür nun 200.000 Euro Fördermittel in Anspruch nehmen.

Bereits im vorherigen Bundesförderprogramm Breitband waren Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete ein Schwerpunkt der Förderung. Mit der Neufassung können Unternehmen, die unter die Definition eines sozioökonomischen Schwerpunkts fallen, damit auch außerhalb von Gewerbegebieten direkt per Glasfaser angebunden werden. Beispielsweise Gebäude lokaler Behörden, Hochschulen, Forschungszentren und Stadien sowie Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe, Häfen und Flughäfen. Auch KMU mit weniger als 125 Mitarbeitern und max. 125 Mio. Euro Jahresumsatz sowie landwirtschaftliche Betriebe sind förderfähig.

Ebenfalls neu ist, dass die Durchführung des Förderprogramms durch zwei Projektträger erfolgt: Die atene KOM GmbH ist der Ansprechpartner für Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein. Die PwC GmbH übernimmt als Ansprechpartner für Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Breitbandausbauprojekt mit unseren Produkten und Serviceangeboten. Sprechen Sie uns an.

Information zur Bundesförderung:

Das Ziel der Bundesförderung Breitband ist eine flächendeckende Erschließung aller förderfähigen Teilnehmer mit gigabitfähigen Breitbandanschlüssen. Eine Förderung kommt in Frage, wenn der Breitbandausbau eines Gebietes ohne staatliche Unterstützung nicht zustande kommt. Dies ist in Gebieten der Fall, die unterversorgt sind, also nicht mindestens 100 Mbit/s zur Verfügung haben, und auf Basis einer Marktabfrage auch in Zukunft nicht privatwirtschaftlich erschlossen werden.

Detaillierte Informationen vom BMVI